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Einstieg
Was der Rechner ist, wie er aufgebaut ist, wie du hineinkommst.
Was macht der ICM Calculator?
Er beantwortet die teuerste Frage im Turnier: Lohnt dieser Call — nicht in Chips, sondern in Geld? Du gibst die Stacks am Tisch, den Pot und die Auszahlungsstruktur ein; der Rechner sagt dir, ab wieviel Equity ein Call profitabel ist und welche der 169 Starthände ihn rechtfertigen.
Dazu kommen drei Equity-Werkzeuge für den Alltag: HvH (Hand gegen Hand), HvR (Hand gegen Range mit Pot-Odds) und MW (Multiway gegen bis zu drei Gegner).
Warum reicht mir die normale Chip-Rechnung nicht?
Im Cash Game ist ein Chip ein Euro — dort genügt chipEV. Im Turnier nicht: Chips lassen sich nicht auszahlen, sie sind nur ein Anspruch auf einen Anteil am Preisgeld. Der zehnte Chip ist weniger wert als der erste, und wer ausscheidet, verliert nicht Chips, sondern jede weitere Platzierung.
Genau diese Verzerrung rechnet das Independent Chip Model aus. Sie ist der Grund, warum ein Call, der in Chips klar richtig aussieht, in Geld ein Fehler sein kann.
Welche Reiter gibt es?
Sechs, in dieser Reihenfolge:
- ICM-Calc — Stacks, Pot, Payouts eingeben, rechnen, Entscheidung ablesen
- Summary — alle 169 Hände als Liste, sortiert nach $EV
- Payouts — die Auszahlungsstruktur bearbeiten
- HvH — Hand gegen Hand
- HvR — Hand gegen Range, mit Pot-Odds
- MW — Multiway gegen ein bis drei Gegner
Die ersten drei arbeiten zusammen; die letzten drei sind eigenständige Rechner, die keine ICM-Berechnung brauchen.
Kann ich direkt in einen bestimmten Reiter springen?
Ja — jeder Reiter hat seine eigene Adresse. Häng den Namen als Raute an:
…/app.php#calc · #summary · #payouts · #hvh · #hvr · #mwDie Adresse ändert sich beim Umschalten mit, du kannst sie also als Lesezeichen ablegen. Auf der Portalseite führen die vier Schnellzugriff-Chips genau dorthin.
Brauche ich einen eigenen Zugang für den Rechner?
Nein — es gilt die zentrale Anmeldung der Suite. Dein Konto braucht zusätzlich die Freischaltung für den ICM Calculator; als Tester hast du sie.
Falls du dich an Lizenz-Codes im Format ICM-XXXX-YYYY erinnerst: Die stammen aus der ersten Fassung von 2026. Der Rechner läuft inzwischen über dieselbe Anmeldung wie die übrigen Apps.
ICM verstehen
Die vier Zahlen im Ergebnis-Panel — und was sie bedeuten.
Was ist ICM — in einem Satz?
Das Independent Chip Model rechnet Chipstacks in erwartetes Preisgeld um: Wie oft wird jeder Spieler Erster, Zweiter, Dritter — allein anhand der Stackgrößen — und was bringt das im Schnitt aus.
Der Rechner tut das für drei Welten: Du foldest · du callst und gewinnst · du callst und verlierst. Der Vergleich dieser drei Zahlen ist die ganze Entscheidung.
Was ist der Unterschied zwischen $EV und chipEV?
chipEV misst in Chips: Was gewinnt oder verliert dein Stack im Schnitt? $EV misst in Preisgeld: Was ändert sich am erwarteten Auszahlungsbetrag?
Beide können in entgegengesetzte Richtungen zeigen. Genau dafür trägt die Summary die Kennzeichnung chipEV+ / ICM−: Hände, die in Chips gewinnen und in Geld verlieren. Das sind die Spots, an denen Turniere entschieden werden.
Was ist die BE Equity?
Die Breakeven-Equity: Ab wieviel Gewinnwahrscheinlichkeit ist der Call in Geld genau neutral. Alles darüber ist ein Call, alles darunter ein Fold.
BE = ($EV Fold − $EV Lose) ÷ ($EV Win − $EV Lose)Sie ist die wichtigste Zahl im Panel — und in Turnieren regelmäßig unangenehm hoch.
Und was ist chipEV BE?
Dieselbe Schwelle, aber nur in Chips gerechnet — also die Zahl, die auch ein Cash-Game-Spieler benutzen würde:
chipEV BE = Hero-Stack ÷ Contested PotSie steht im Panel als Vergleichsmaßstab. Der Abstand zur BE Equity ist der eigentliche Befund.
Was bedeutet „ICM Pressure"?
Den Abstand zwischen beiden Schwellen, in Prozentpunkten:
ICM Pressure = BE Equity − chipEV BE+15 pp heißt: Das Turnierformat verlangt fünfzehn Prozentpunkte mehr Equity als die reine Chip-Rechnung. Das ist der Bubble-Effekt in einer Zahl.
Ab +25 pp blendet der Rechner von selbst einen Hinweis ein und nennt die wahrscheinliche Ursache — flache Auszahlungen, ausgeglichene Stacks oder ein Heads-Up, in dem der Fold schon viel wert ist.
Warum steht über dem Ergebnis mal „Exakt" und mal „Simuliert"?
Weil der Rechner zwei Wege kennt und dir sagt, welchen er genommen hat:
- Exakt — bis 7 aktive Spieler: geschlossene Rekursion über alle Platzierungen. Kein Zufall im Ergebnis, zwei Läufe liefern dieselbe Zahl.
- Simuliert — ab 8 aktiven Spielern: Monte-Carlo mit gewichteter Ziehung. Zwei Läufe können leicht voneinander abweichen.
Die Grenze ist kein Geschmack, sondern Rechenaufwand: Bei sieben Spielern sind es 5.040 Platzierungsfolgen, bei neun schon 362.880.
Was stelle ich bei den Iterationen ein?
Die Zahl der Monte-Carlo-Durchläufe. Erlaubt sind 10.000 bis 500.000, voreingestellt sind 100.000 — ein guter Kompromiss aus Ruhe im Ergebnis und Wartezeit.
Mehr Durchläufe heißt weniger Streuung, nicht mehr Wahrheit. Und sie wirken nur ab 8 aktiven Spielern: Darunter rechnet der Rechner exakt und ignoriert den Wert.
Warum ist $EV(Lose) nicht null?
Weil Ausscheiden nicht automatisch leer ausgehen heißt. Wer als Letzter von fünf aktiven Spielern bustet und die Struktur bezahlt fünf Plätze, bekommt die Auszahlung des fünften Platzes — nicht null.
Der Rechner setzt genau das ein. Würde er stur mit null rechnen, käme eine deutlich zu hohe Breakeven-Equity heraus — im Heads-Up wäre der zweite Preis schlicht unterschlagen.
Eingaben
Seats, Stacks, Pot, Villain-Range: was wohin gehört.
Was ist der Unterschied zwischen „Aktive Seats" und „Players left"?
- Aktive Seats — wieviele Spieler an diesem Tisch noch Chips haben. Diese Zahl steuert die ICM-Berechnung.
- Players left — wieviele im ganzen Turnier übrig sind. Sie steuert die Pay-Jump-Anzeige.
Am Finaltisch sind beide gleich. Vorher nicht — und dann ist der Unterschied der ganze Punkt: Andere Tische scheiden für dich aus, während du nichts riskierst.
Warum ändert sich „Aktive Seats", wenn ich „Players left" eintippe?
Weil ein Wert bis 9 fast immer den Finaltisch meint — dann sind beide Zahlen identisch, und der Rechner übernimmt sie für dich mitsamt neu gezeichneter Stack-Felder.
Ab 10 bleibt „Aktive Seats" unberührt: Dann bist du im Turnierkontext, und nur die Pay-Jumps aktualisieren sich. Du kannst den Wert danach jederzeit von Hand korrigieren.
Welche Stack-Felder muss ich ausfüllen?
Die Felder heißen Hero (BB), Villain und P3 bis P9. Hero ist immer Platz 1, der Shover immer Platz 2.
- Felder bis zur eingestellten Seat-Zahl sind Pflicht — blauer Rahmen, Platzhalter „Pflicht"
- Felder darüber sind optional — sie werden trotzdem gerechnet, wenn du sie füllst
Ein Stack von 0 zählt als ausgeschieden. Die Berechnung verlangt mindestens zwei aktive Stacks, dazu Hero und Villain über null und wenigstens eine Auszahlung.
Was gehört in das Feld „Pot"?
Alles, was vor dem Shove schon in der Mitte liegt: Blinds, Antes, Limps, frühere Raises. Nicht den Einsatz des Villains — der steckt in seinem Stack und wird vom Rechner selbst verarbeitet.
Beim Fold wandert dieser Pot zum Villain; genau so setzt der Rechner die Fold-Stacks an.
Was sind „effektiver Call" und „Contested Pot"?
Zwei Größen, die der Rechner selbst bildet — und die erklären, warum ein tieferer Villain den Spot verändert:
effektiver Call = min(Hero-Stack, Villain-Stack) Contested Pot = Pot + 2 × effektiver CallMehr als den kleineren der beiden Stacks kann niemand gewinnen. Der Contested Pot ist damit alles, worum in dieser Hand tatsächlich gespielt wird.
Was macht der Villain-Range-Regler?
Er stellt ein, wie weit der Villain shovt — in 28 Stufen von 3 % bis 100 %, beim Start auf 50 %. Das Grid markiert sofort die Hände dieser Range und zählt die Combos mit.
Der Regler ist kein Kosmetikartikel: Er tauscht die Equity-Grundlage aller 169 Hände aus. Gegen eine 5-%-Range steht deine Hand anders da als gegen 60 %, und die CALL/FOLD-Entscheidung wandert entsprechend.
Nach einer Berechnung wirkt eine Änderung sofort auf beide Grids — ohne neuen Serverlauf.
Was braucht der Rechner mindestens, um loszulegen?
Vier Dinge — fehlt eines, sagt er es dir statt zu raten:
- mindestens zwei aktive Stacks
- Hero-Stack größer als null
- Villain-Stack größer als null
- mindestens eine Auszahlung
Der Pot darf null sein — dann rechnet er den Fall ohne Totes Geld.
Payouts
Bis zu 50 bezahlte Plätze, vier Modelle, eigene Strukturen.
Welche Auszahlungsmodelle sind hinterlegt?
Vier zum Antippen: SaS (24 TN) · SaS (19 TN) · SaS (27 TN) · 10.000 typical. Voreingestellt ist SaS (24 TN).
Die drei SaS-Modelle bilden die Vereinsturniere ab, für die der Rechner ursprünglich gebaut wurde; „10.000 typical" ist eine gängige Struktur für ein Feld dieser Größe.
Kann ich eigene Auszahlungsstrukturen speichern?
Ja: Struktur eintragen, benennen, speichern — sie erscheint danach als eigener Eintrag neben den vier Vorlagen und lässt sich laden und löschen.
Wichtig: Gespeichert wird im Browser dieses Geräts, nicht in deinem Konto. Am anderen Rechner oder nach dem Leeren der Browserdaten ist die Liste leer. Wer eine Struktur mehrfach braucht, hebt sie sich zusätzlich woanders auf.
Muss ich 50 Plätze einzeln eintippen?
Nein. Der Payouts-Reiter hat eine Schnellbefüllung nach dem Muster von Platz — bis Platz — Betrag: „Plätze 7 bis 12, je 60" ist eine Zeile statt sechs Eingaben.
Damit sind auch flache Strukturen mit vielen gleich dotierten Plätzen in einer Minute erfasst.
Was zeigen die Pay-Jump-Marken?
Alle bezahlten Plätze als Reihe kleiner Marken. Golden ist der Platz, auf dem du gerade stehst; grün der nächste Sprung nach oben.
Das ist der schnellste Blick auf die Frage, ob sich Warten gerade lohnt — und der Grund, warum „Players left" ein eigenes Feld hat.
In welcher Währung trage ich die Auszahlungen ein?
In der, in der dein Turnier bezahlt. Der Rechner behandelt die Beträge als reine Zahlen und rechnet nichts um; die Anzeige stellt ihnen ein Dollarzeichen voran.
Trag also einfach deine Beträge ein und lies das Ergebnis in derselben Einheit. Ein Umrechner ist nicht eingebaut — ein erfundener Wechselkurs wäre schlechter als keiner.
Ergebnis lesen
Grids, Summary, CSV — und wie die Entscheidung zustande kommt.
Was steht im Ergebnis-Panel?
Von oben nach unten:
- Einstufung — Exakt oder Simuliert, mit einem Satz dazu, was das heißt
- $EV Fold — dein erwartetes Preisgeld, wenn du wegwirfst
- $EV Call&Win — dasselbe für den gewonnenen Call
- BE Equity — die Schwelle, ab der sich der Call lohnt
- chipEV BE — dieselbe Schwelle in reiner Chip-Rechnung
- ICM Pressure — der Abstand der beiden, in Prozentpunkten
- Villain Range — die Range, gegen die gerade gerechnet wird
Darunter ein Balken, der die BE-Equity auf der Skala zeigt — und bei hohem ICM-Druck der erklärende Hinweis.
Was zeigen die beiden 13×13-Raster?
- Links die Villain-Range — welche Hände der Gegner mit der eingestellten Prozentzahl shovt. Sichtbar ab dem ersten Moment, auch ohne Berechnung.
- Rechts deine Entscheidung — für jede der 169 Hände CALL oder FOLD. Erscheint nach dem Rechnen.
Am Schreibtisch stehen sie nebeneinander, am Handy untereinander. Ein Zug am Range-Regler aktualisiert beide gleichzeitig.
Wie entscheidet der Rechner zwischen CALL und FOLD?
Er vergleicht die Equity deiner Hand gegen die eingestellte Villain-Range mit der BE Equity. Liegt sie darüber: CALL. Darunter: FOLD.
Das ist dieselbe Rechnung, die auch der $EV je Hand zugrunde liegt — nur als Ja/Nein statt als Betrag. Grenzfälle sind in der Summary eigens markiert, weil dort schon kleine Änderungen an der Range kippen.
Was steht im Summary-Reiter?
Alle 169 Hände, sortiert nach $EV — die profitabelsten oben. Je Hand: Equity, chipEV, $EV und die Entscheidung.
Zwei Ansichten: die vollständige Tabelle oder eine kompakte Aufzählung der Call-Range zum Mitnehmen. Und die Kennzeichnung chipEV+ / ICM− für die Hände, die in Chips gewinnen und in Geld verlieren — die Liste, die man sich vor dem nächsten Finaltisch ansieht.
Was steckt im CSV-Export?
Die komplette Handtabelle mit sieben Spalten: Hand · Typ · Combos · Equity (%) · chipEV · $EV · Aktion. Der Dateiname trägt Datum und Uhrzeit, damit sich zwei Läufe nicht überschreiben.
Praktisch für den Vergleich zweier Szenarien in der Tabellenkalkulation — etwa dieselbe Hand einmal gegen eine 15-%- und einmal gegen eine 40-%-Range.
Die Berechnung bricht mit „Timeout" ab. Was tun?
Nach 30 Sekunden gibt der Rechner auf, statt dich im Ungewissen zu lassen. Das passiert praktisch nur bei neun aktiven Spielern und 500.000 Iterationen auf einer schwachen Verbindung.
Abhilfe: Iterationen auf 100.000 zurückstellen. Der Unterschied im Ergebnis ist kleiner als die Unsicherheit deiner Range-Annahme.
HvH · HvR · MW
Die drei Equity-Werkzeuge neben dem ICM-Teil.
Was macht der HvH-Reiter?
Er beantwortet die Klassikerfrage: Wie steht meine Hand gegen genau diese eine Gegnerhand? Zwei Raster, links Hero, rechts Villain, ein Tap je Seite.
Die Werte kommen aus einer hinterlegten Tabelle mit 14.365 Matchups, gerechnet mit je 3.000 Monte-Carlo-Durchläufen — Genauigkeit rund ±0,9 Prozentpunkte. Nachschlagen statt rechnen: Das Ergebnis steht sofort.
Acht Schnellwahl-Chips für die üblichen Verdächtigen (AKs gegen QQ, KK gegen AKo …) sparen das Suchen im Raster.
Was macht der HvR-Reiter?
Er rechnet deine Hand gegen eine ganze Range statt gegen eine einzelne Hand. Die Range stellst du mit dem Regler grob als Top-X % ein und justierst sie per Tap auf einzelne Hände nach.
Gerechnet wird als gewichteter Mittelwert über alle Combos der Range — blockerkorrigiert: Deine eigenen Karten nehmen dem Gegner Kombinationen weg. Hältst du JJ, bleibt ihm genau eine JJ-Kombination statt sechs.
Dazu der Pot-Odds-Teil mit Verdict CALL / FOLD / Grenzfall.
Was bedeuten die goldenen Ecken im Villain-Raster?
Sie markieren Hände, von denen deine eigenen Karten dem Gegner Kombinationen wegnehmen — die Blocker. Eine Legende steht darunter.
Tippst du eine Zelle an, zeigt die Leiste am unteren Rand die Zahl der verbliebenen Combos, deine Equity gegen diese Hand und ob sie in der Range liegt. Diese Leiste gibt es, weil Tooltips auf dem iPhone nicht abrufbar sind.
Wie rechnet der Pot-Odds-Teil?
Mit drei Eingaben: Pot (aktuell) — alles, was in der Mitte liegt, dein eigener Einsatz eingeschlossen. Zu callen — nur die Differenz, die du noch bezahlen musst. Hero-Stack — er deckelt den Call.
benötigte Equity = Zu callen ÷ (Pot + Zu callen)Ausgegeben werden die benötigte Equity, deine tatsächliche, das Verhältnis in Pokerschreibweise („4,3 zu 1") und der EV des Calls in Chips.
Das Modell trägt jeden Spot — Single Raise, 3-Bet, Multiway. Entscheidend ist, dass in „Zu callen" wirklich nur die Differenz steht.
Was macht der MW-Reiter?
Er rechnet deine Equity gegen ein bis drei Gegner gleichzeitig, jeder mit genau einer Hand. Die Hände setzt du über die Spieler-Chips HERO · V1 · V2 · V3 und ein gemeinsames Raster.
Gerechnet wird mit 100.000 Monte-Carlo-Durchläufen (rund ±0,3 Prozentpunkte) in einem eigenen Hintergrundprozess, mit Fortschrittsbalken. Gestartet wird nur auf Knopfdruck — automatisches Rechnen bei jedem Tap hat auf dem iPhone die Seite abgeschossen.
Aufklappbar darunter: die Sieg-Aufschlüsselung je Spieler — mit welcher Handkategorie die Equity zustande kommt. Dort sieht man schwarz auf weiß, dass ein Unterpaar gegen ein Overpair praktisch nie über ein Paar gewinnt, sondern nur über Set, Straße oder Flush.
Warum wird Multiway simuliert statt nachgeschlagen?
Weil Multiway-Equity nicht in Duelle zerfällt. Alle Spieler teilen sich dasselbe Board und nehmen sich gegenseitig Karten weg; drei Zweikämpfe ergeben zusammen nicht die Dreiwege-Situation.
Eine Nachschlagetabelle müsste jede Kombination aus drei bis vier Händen enthalten — unrealistisch groß. Die Simulation zieht stattdessen echte Boards und zählt aus, wer gewinnt; geteilte Pots werden anteilig gewertet.
Warum wird mein MW-Ergebnis plötzlich blass?
Weil du eine Hand geändert hast. Das alte Ergebnis gehört dann zu einer anderen Frage — der Rechner blendet es ab, statt es als aktuell auszugeben.
Ein Druck auf Berechnen holt das passende Ergebnis. Bewusst kein Automatismus: 100.000 Durchläufe bei jedem Tap wären auf dem Handy eine Zumutung.
Grenzen
Was der Rechner nicht kann — und warum das so benannt ist.
Welche Situation rechnet der ICM-Reiter genau?
Genau eine, dafür gründlich: Ein Gegner shovt, du sitzt im Big Blind und überlegst den Call. Preflop, ohne weitere Straßen.
Der Rechner modelliert den Call als All-in: Verlierst du, ist dein Stack null. Sitzt der Villain kürzer als du, behieltest du in Wahrheit den Überhang — dieser Fall ist im ICM-Reiter nicht abgebildet und macht das Ergebnis vorsichtiger, als es sein müsste.
Der effektive Call begrenzt trotzdem korrekt, worum gespielt wird.
Woher stammen die Equity-Werte der 169 Hände?
Aus vorberechneten Tabellen, je eine pro Range-Stufe des Reglers. Sie stammen aus Equilab-Läufen und liegen fertig in der App — deshalb erscheint das Grid ohne Wartezeit.
Das heißt auch: Zwischen zwei Stufen wird nicht interpoliert. Wer exakt 37 % einstellen will, findet 35 % und 40 % — und sieht am Unterschied, wie empfindlich der Spot ist.
Werden Side-Pots berücksichtigt?
Nein. Im MW-Reiter weist der Rechner ausdrücklich darauf hin, sobald die Stacks ungleich sind: Bei mehreren Gegnern mit unterschiedlichen Stacks entstehen Neben-Pots, die er nicht auseinanderrechnet.
Die ausgegebene Equity stimmt trotzdem — die EV-Zahl in Chips unterschätzt in diesem Fall aber, was du wirklich gewinnen kannst.
Kann ich Flop, Turn und River einbeziehen?
Nein. Alle vier Rechner arbeiten preflop. Für Board-Situationen ist der Rechner nicht gebaut, und er tut auch nicht so.
Wer eine gespielte Hand über alle Straßen auseinandernehmen will, ist bei der geführten Handanalyse richtig — sie greift für ICM-Druck und Equity auf dieselben Engines zurück.
Warum kann ich im MW-Reiter nur je eine Hand pro Gegner setzen?
Weil die erste Fassung genau dafür gebaut ist. Ranges pro Gegner im Multiway stehen auf der Liste; das Datenmodell ist darauf vorbereitet, die Rechenzeit ist es noch nicht.
Bis dahin der praktische Weg: die plausibelste Hand des Gegners setzen und zwei, drei Varianten durchspielen. Bewegt sich das Ergebnis kaum, ist die Entscheidung robust.
Zwei Läufe, zwei leicht verschiedene Zahlen. Ist das ein Fehler?
Nein, das ist die Simulation. Ab acht aktiven Spielern zieht der ICM-Teil Zufallsreihenfolgen, der MW-Reiter zieht Zufallsboards — und Zufall wiederholt sich nicht exakt.
Die Größenordnung ist bekannt und benannt: ±0,3 pp im MW-Reiter, ±0,9 pp in der HvH-Tabelle. Wenn eine Entscheidung an solchen Nachkommastellen hängt, ist sie ohnehin ein Grenzfall — und dann entscheidet nicht der Rechner, sondern dein Bild vom Gegner.
Ist das ein Solver?
Nein. Der Rechner löst kein Spiel, er bewertet eine Entscheidung: diesen Call, gegen diese Range, bei dieser Auszahlungsstruktur. Es gibt keinen Spielbaum, keine Gegenstrategie, keine Postflop-Lösung.
Das ist Absicht. Die Frage „Call oder Fold am Finaltisch?" braucht keinen Solver — sie braucht saubere Zahlen, eine ehrliche Range-Annahme und die Bereitschaft, dem Ergebnis zu glauben, auch wenn es unbequem ist.
Frage nicht dabei?
Schreib uns — jede Frage, die hier fehlt, ist ein Hinweis darauf, dass die App an dieser Stelle noch erklärungsbedürftig ist. Beides lässt sich beheben.
Kontakt aufnehmen · Zum ICM Calculator · Was ist RANGE//REF?